Eichhornia crassipes – Wasserhyazinthe

Hallo Ihr Lieben

Die Eichhornia crassipes stammt aus Brasilien, wurde nach Nordamerika eingebürgert und war schnell eine Pflanze in vielen internationalen botanischen Gärten, bis sie zwangsläufig die Welt eroberte oder eher die wärmeren und tropischen Regionen der Welt. Die Wasserhyazinthe schafft es unter geeigneten Bedingungen innerhalb von 14 Tagen die doppelte Wasserfläche zu bedecken. Sie schirmt das Wasser darunter vom Licht ab und somit gehen andere Wasserpflanzen ein, die Wasserwerte ändern sich, Fische haben nichts zu fressen und somit findet ein empfindlicher Eingriff in die Ökosysteme statt. Die Eichhornia crassipes hat außerhalb von Südamerika keine natürlichen Fressfeinde.

In Afrika gibt es kein Binnengewässer, in dem diese Pflanzenart nicht vorkommt und häufig wird die gesamte Wasseroberfläche bedeckt. Versuche, die Wasserhyazinthe zu zerkleinern, abzufischen oder mit Gift zu zerstören schlugen fehl. Derzeit fruchten jedoch Versuche, einen der Fressfeinde auszuwildern und zu fördern, der diese Pflanze massenweise vertilgt. Schäden in der Fischerei und Schifffahrt in enormer Höhe sollen abgewendet werden.
Die Eichhornia crassipes wird in anderen Erdregionen bereits zu Papier oder Korbgeflecht verarbeitet oder es wird Viehfutter daraus gewonnen. Die Wasserhyazinthe ist hierfür mäßig geeignet, hat jedoch eine entgiftende Wirkung und könnte somit die Lebensqualität für zig Millionen Menschen verbessern, deren Trinkwasser sie reinigen kann. Ansonsten wird diese Pflanze eher als Plage wahr genommen, jedoch nur in den wärmeren Regionen. In Deutschland oder Lagen mit kühlen Wintern geht von der Wasserhyazinthe keinerlei Gefahr aus: Wenn sie nicht in einer Wassertonne im temperierten Wintergarten oder einem Aquarium überwintert wird, geht sie ein. Wer sie im bereits genutzten Aquarium überwintern möchte, wird möglicherweise Schädlinge und Krankheiten einschleppen, es sollte eher ein eigenes Becken eingerichtet werden.

Erscheinung und Verwandtschaft

Die Eichhornia crassipes ist eine Schwimmpflanze mit geringen Ansprüchen
Sie vermehrt sich über Samenbildung oder Ableger und liebt viel Sonne. Hat sie diese nicht und ist es nicht so warm, mehrt sie sich langsamer über Ableger, sie blüht dann in der Regel nicht. Dieses liegt jedoch an der zu niedrigen Luftfeuchtigkeit. In den Tropen hingegen ist die Luft genügend feucht und die Pflanze bildet einen Blütenstiel mit bis zu 30 Blüten. Diese sind hell violett und haben jeweils sechs Blütenblätter von denen eines nach oben weist und einen gelben Fleck in einem etwas dunkleren Bereich aufweist. Die 6 Blütenblätter weisen zu allen Seite und bilden somit eine runde Blüte.

Die Schwimmpflanze hat in ihren unteren dickeren und fleischigeren Blättern Luftgewebe, um somit zu schwimmen und um zu ermöglichen, dass eine Blüte mit Stiel wachsen kann ohne unterzutauchen oder umzufallen. Es handelt sich um eine dunkelgrüne dickstielige Pflanze. Das Wasser sollte weich bis mittelhart sein sowie es nicht zu windig werden darf. Die Vermehrung ist in unseren Breitengraden schwieriger, in wärmeren Regionen ein Problem.

Die Eichhornia crassipes oder Wasserhyazinthe gehört zur Gattung der Wasserhyazinthen – Eichhornia und zur Ordnung der Commelinales. Es ist eine Einkeimblätterige Pflanze. Bereits im Jahr 1888 gelangte die Eichhornia crassipes nach Nordamerika um innerhalb der nächsten Jahre den Rest der Welt mit vegetativen Zonen zu erreichen. Sie wilderte sich überall dort aus, wo es die Temperaturen zulassen. In Deutschland muss sie entweder überwintert oder jedes Frühjahr neu erstanden werden. Drei Pflanzen pro m² sollten genügen sowie man nicht die ganze Wasserfläche bedeckt sehen will. Weil das Überwintern mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, kann unter Umständen ein jährlicher Neukauf sinnvoller sein.

Lieben Gruß

Lilly

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