Gartenpflege im Winter – eine unterschätzte Notwendigkeit

Hallo Ihr Lieben

Im Winter pausiert die Natur und fährt ihre vegetative Energie zurück. Bäume und Sträucher werfen ihre Blätter ab und Knollenpflanzen ziehen sich in die Erde zurück, um Nährstoffreserven bis zum nächsten Frühling zu speichern. Für den Hobbygärtner ist die kalte Jahreszeit sicher auch eine ruhigere Phase, dennoch gibt es auch im November und Dezember einige Dinge zu tun, die sich vorbereitend für die nächste Wachstums- und Blüteperiode als sehr nützlich erweisen.

Schutzmaßnahmen gegen Frostschäden

Bevor der erste Frost einsetzt, gilt es, für empfindlichere Pflanzen entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Zunächst müssen Kübelpflanzen zum Überwintern von der Terrasse entweder ins Haus oder in einen frostsicheren Schuppen geholt werden. Besonders nicht heimische Gewächse wie Palmen, Oleander oder Zitruspflanzen müssen rechtzeitig vor zu viel Kälteeinfluss geschützt werden. Aber auch Ziergehölze wie bestimmte Obstsorten oder veredelte Rosenarten sollten durch Anhäufeln oder Umwickeln von Hochstämmen mit einem Vlies vor Frost geschützt werden.

Rückschnitt und Setzen von Pflanzen

Zu Beginn der kalten Jahreszeit ist der Rückschnitt bestimmter Pflanzen, insbesondere von Gräsern wie Schilf günstig. Auch das Teilen und damit Verjüngen von Gräsersorten wie auch Zypergras bietet sich jetzt an, indem der Wurzelballen mit dem Spaten oder der Grabgabel von alten Stängelteilen befreit und junge Triebe neu gesetzt werden.
Im November und Dezember, vor Einsetzen des ersten Frosts, ist auch die Zeit für das Setzen wurzelnackter, also auf dem Feld vorgezogener Pflanzen, etwa Heckengehölze, die sich nun in Winterpause befinden und dadurch das Umsetzen gut verkraften. Solche Wurzelware kann auf native-plants.de ganz einfach online bestellt werden.

Arbeiten im Nutzgarten: Gemüse und Kräuter

Bevor die erste Kälteperiode einsetzt, sollten letzte Früchte von Gemüsepflanzen und auch Kräuter geerntet und eingelagert bzw. verarbeitet werden. Im Gemüsebeet ist außerdem ein letztes, mäßiges Umgraben und Lockern der Erde zu empfehlen, keinesfalls aber sollte jetzt noch Kunstdünger zum Einsatz kommen, da sonst der natürliche Rhythmus des Bodens, der sich nun in die Ruhephase begibt, gestört wird.

Gartenpflege im Winter – Nützlinge auch im Winter willkommen heißen

Um eine tierische Vielfalt für den Frühling und Sommer aufrecht zu erhalten, sollte Nützlingen wie Käfern, Würmern, Igeln und Vögeln im Winter schützender Unterschlupf geboten werden, um sie als wertvoller Helfer im Garten zu behalten. Dazu bieten sich Insektenhotels, liegengelassene Baumstämme oder Laubhügel an, auch ein Vogelhäuschen ist eine von heimischen Vögeln gern genutzte und außerdem dekorative Maßnahme, die für idyllische Schauspiele im verschneiten Garten sorgt.

Es gibt also auch im Winter noch genug zu tun im Garten, sodass es niemals langweilig wird. Und dann ist bald auch schon wieder der Frühling da, wo es auch stets genug zu tun gibt.

Lieben Gruß
Lilly


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2 Kommentare zu „Gartenpflege im Winter – eine unterschätzte Notwendigkeit“

  1. Was im Winter auch nicht unterschätzt werden sollte, ist die Überwinterung der Gartenmöbel. Wer z.B. Gartenliege, Gartenstuhl + Tisch in seinem Schuppen oder der Garage überwintern kann, der wird längere Zeit Spaß daran haben.
    Denn egal wie winterfest das Material auch sein mag: Frost richtet immer einen kleinen Schaden an.

    Schöne Grüße!

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