Interaktiver Gartenhelfer 2026

Bewässerungssystem-Finder 2026: Welches System passt zu deinem Garten?

Wähle Gartenart, Pflanzentyp, Budget und vorhandene Wasserquelle. Der Finder zeigt dir eine passende Ausgangslösung, eine sinnvolle Alternative und wichtige Punkte für die Planung.

Finde dein passendes Bewässerungssystem

Beantworte vier kurze Fragen. Die Empfehlung wird direkt auf deinem Gerät berechnet und hilft dir, die Auswahl sinnvoll einzugrenzen.

Deine Auswahl wird nur im Browser ausgewertet und nicht gespeichert oder übertragen.

Welches Bewässerungssystem passt zu welcher Fläche?

Ein gutes Bewässerungssystem soll nicht möglichst technisch wirken. Es soll Wasser zuverlässig dorthin bringen, wo die Pflanzen es brauchen, und gleichzeitig zu deinem Gartenalltag passen.

Für drei Balkonkästen reicht häufig eine kleine Lösung mit Vorratsbehälter. Ein längeres Gemüsebeet lässt sich mit einer Tropfleitung gleichmäßiger versorgen. Beim Rasen ist dagegen eine flächige Beregnung sinnvoller.

Bevor du dich für eine Anlage entscheidest, lohnt sich ein Blick auf die Grundlagen. Der Ratgeber Pflanzen richtig gießen erklärt, wie Boden, Standort, Topfgröße und Pflanzenart den tatsächlichen Wasserbedarf verändern.

  • Balkon ohne Wasseranschluss: Kapillarsystem oder Schwerkraft-Tropfbewässerung mit Tank
  • Einzelne große Kübel: Olla, Tonkegel oder ein eigener regulierbarer Tropfer
  • Hochbeet und Gemüsebeet: Tropfleitung, Tropfschlauch oder Perlschlauch
  • Staudenbeet und Hecke: Perlschlauch oder druckgeregelte Tropfleitung
  • Rasen: beweglicher Regner oder fest installierte Beregnung
  • Mehrere Gartenbereiche: getrennte Bewässerungszonen mit eigener Steuerung
Ein Bewässerungssystem ersetzt nicht die Kontrolle. Verstopfte Tropfer, ein leerer Tank oder eine falsch eingestellte Laufzeit können Pflanzen genauso austrocknen lassen wie vergessenes Gießen.
Garten mit Tropfbewässerung im Hochbeet, bewässerten Pflanzkübeln, Regentonne und Rasenregner
Unterschiedliche Gartenbereiche brauchen nicht automatisch dasselbe System: Hochbeet, Kübel, Staudenbeet und Rasen lassen sich gezielter über getrennte Lösungen versorgen.

Die wichtigsten Bewässerungssysteme im Vergleich

Auf größeren Bildschirmen siehst du die Systeme in einer klassischen Vergleichstabelle. Auf Smartphone und Tablet wird jedes System als gut lesbare Karte dargestellt.

Bewässerungssysteme nach Fläche, Anschluss und Aufwand
System Geeignet für Wasserquelle Aufwand Stärken Grenzen
Gießkanne und Handbrause Kleine Balkone und einzelne Kübel Kein fester Anschluss nötig Gering Sehr gezielt, flexibel und ohne feste Installation nutzbar Nicht automatisch und bei größeren Flächen zeitaufwendig
Kapillarmatte oder Tonkegel Kleine bis mittlere Pflanzgefäße Vorratsgefäß Gering Preiswert und ohne Leitungsdruck nutzbar Wasserabgabe verändert sich durch Substrat und Höhenunterschied
Olla Große Kübel, Hochbeete und kleinere Gemüsebeete Manuelles Nachfüllen Gering bis mittel Langsame Wasserabgabe direkt im Wurzelraum Nur ein begrenzter Bereich rund um das Tongefäß wird versorgt
Schwerkraft-Tropfsystem Balkon, Terrasse und kleine Beete Erhöhter Vorratstank Mittel Automatische Versorgung ohne festen Wasserhahn Nur mit geeigneten Niederdruck-Tropfern zuverlässig
Tropfbewässerung Kübel, Gemüse, Hochbeete und Pflanzreihen Wasserhahn oder Pumpe Mittel Gezielt, erweiterbar und gut steuerbar Filter, Druckminderer und Tropfer müssen zusammenpassen
Perlschlauch Beete, Hecken und längere Pflanzreihen Wasserhahn oder geeignete Pumpe Gering bis mittel Einfache und bodennahe Wasserabgabe über eine längere Strecke Bei Gefälle oder langen Strecken teilweise ungleichmäßig
Regner Rasen und größere offene Flächen Wasserhahn oder Pumpe Mittel Deckt größere Flächen ab und lässt sich versetzen Wind und Verdunstung beeinflussen die Wasserverteilung
Smarte Mehrzonenanlage Größere, unterschiedlich bepflanzte Gärten Fester Anschluss Hoch Getrennte Laufzeiten und automatische Anpassung möglich Höhere Kosten sowie sorgfältige Planung und Wartung nötig

Gießkanne und Handbrause

Geeignet für
Kleine Balkone und einzelne Kübel
Wasserquelle
Kein fester Anschluss nötig
Aufwand
Gering
Stärken
Sehr gezielt, flexibel und ohne feste Installation nutzbar
Grenzen
Nicht automatisch und bei größeren Flächen zeitaufwendig

Kapillarmatte oder Tonkegel

Geeignet für
Kleine bis mittlere Pflanzgefäße
Wasserquelle
Vorratsgefäß
Aufwand
Gering
Stärken
Preiswert und ohne Leitungsdruck nutzbar
Grenzen
Wasserabgabe verändert sich durch Substrat und Höhenunterschied

Olla

Geeignet für
Große Kübel, Hochbeete und kleinere Gemüsebeete
Wasserquelle
Manuelles Nachfüllen
Aufwand
Gering bis mittel
Stärken
Langsame Wasserabgabe direkt im Wurzelraum
Grenzen
Nur ein begrenzter Bereich rund um das Tongefäß wird versorgt

Schwerkraft-Tropfsystem

Geeignet für
Balkon, Terrasse und kleine Beete
Wasserquelle
Erhöhter Vorratstank
Aufwand
Mittel
Stärken
Automatische Versorgung ohne festen Wasserhahn
Grenzen
Nur mit geeigneten Niederdruck-Tropfern zuverlässig

Tropfbewässerung

Geeignet für
Kübel, Gemüse, Hochbeete und Pflanzreihen
Wasserquelle
Wasserhahn oder Pumpe
Aufwand
Mittel
Stärken
Gezielt, erweiterbar und gut steuerbar
Grenzen
Filter, Druckminderer und Tropfer müssen zusammenpassen

Perlschlauch

Geeignet für
Beete, Hecken und längere Pflanzreihen
Wasserquelle
Wasserhahn oder geeignete Pumpe
Aufwand
Gering bis mittel
Stärken
Einfache und bodennahe Wasserabgabe über eine längere Strecke
Grenzen
Bei Gefälle oder langen Strecken teilweise ungleichmäßig

Regner

Geeignet für
Rasen und größere offene Flächen
Wasserquelle
Wasserhahn oder Pumpe
Aufwand
Mittel
Stärken
Deckt größere Flächen ab und lässt sich versetzen
Grenzen
Wind und Verdunstung beeinflussen die Wasserverteilung

Smarte Mehrzonenanlage

Geeignet für
Größere, unterschiedlich bepflanzte Gärten
Wasserquelle
Fester Anschluss
Aufwand
Hoch
Stärken
Getrennte Laufzeiten und automatische Anpassung möglich
Grenzen
Höhere Kosten sowie sorgfältige Planung und Wartung nötig

Die Gartenart entscheidet über die Wasserverteilung

Balkon und Terrasse

Auf einem Balkon trocknen Töpfe durch Sonne, Wind und ihre begrenzte Erdmenge häufig schneller aus als ein Gartenbeet. Gleichzeitig können durstige Sommerblumen direkt neben trockenheitsverträglichem Rosmarin oder Lavendel stehen.

Eine Leitung mit identischen Tropfern ist dann nicht automatisch die beste Lösung. Einzeln regulierbare Auslässe oder getrennte Gruppen lassen sich genauer an Topfgröße und Pflanzenbedarf anpassen.

Hinweise zu Topfgröße, Erde, Wind und Gießmenge findest du im Beitrag Balkonpflanzen richtig gießen.

Hochbeet und Gemüsebeet

Gemüse benötigt während Wachstum, Blüte und Fruchtbildung eine möglichst gleichmäßige Wasserversorgung. Besonders Tomaten, Gurken und Zucchini reagieren empfindlich auf starke Wechsel zwischen trockener und plötzlich sehr nasser Erde.

Für gerade Reihen ist eine Tropfleitung meist übersichtlicher als viele einzelne Auslässe. Bei dichter Mischkultur kann ein Perlschlauch einfacher zu verlegen sein. In kleineren Hochbeeten kommen auch Ollas infrage.

Der Beitrag Gießen mit System zeigt zusätzlich, wie du Erde, Wetter, Pflanzenbedarf und Regenwasser in einen ruhigen Gießrhythmus einbeziehst.

Staudenbeet und Hecke

Für längere Pflanzreihen sind Perlschläuche oder Tropfleitungen meist sinnvoller als einzelne Gießstellen. Bei einer jungen Hecke sollten die Auslässe zunächst im Bereich der ursprünglichen Wurzelballen liegen.

Rasenfläche

Rasen benötigt eine möglichst gleichmäßige Flächenbewässerung. Tropfer und Ollas sind dafür ungeeignet. Für kleinere Flächen reicht häufig ein beweglicher Regner, während größere Rasenbereiche mit mehreren Regnern oder einer fest installierten Anlage versorgt werden können.

Die Wurfbereiche sollten sich überlappen, ohne einzelne Stellen dauerhaft zu vernässen. Bei Wind verschiebt sich die Verteilung deutlich.

Welcher Pflanzentyp soll versorgt werden?

Trockenheitsverträgliche Kräuter und Stauden

Rosmarin, Thymian, Salbei und viele mediterrane Stauden brauchen keine dauerhaft feuchte Erde. Sie sollten getrennt von durstigen Sommerblumen versorgt werden.

Balkonblumen und Kübelpflanzen

Kleine Töpfe besitzen wenig Wasservorrat. Ein eigener Tropfer pro Gefäß ist sinnvoll, wenn die Abgabemenge an Topfgröße und Standort angepasst wird.

Gemüse und Beeren

Gemüsebeete und Beerenreihen profitieren häufig von langsamer, bodennaher Bewässerung. Eine Mulchschicht kann die Verdunstung zusätzlich reduzieren.

Hecken und Gehölze

Bei frisch gepflanzten Gehölzen muss vor allem der ursprüngliche Wurzelballen erreicht werden. Prüfe nach dem ersten Lauf, wo das Wasser tatsächlich angekommen ist.

🛒 Langsame Bewässerung für Kübel und kleine Beete

Für einzelne große Pflanzgefäße oder ein kleines Hochbeet kann ein eingegrabenes Tongefäß Wasser ohne Schlauch und Leitungsdruck abgeben.

Olla-Bewässerungsgefäße aus Ton
Geben Wasser langsam an die umgebende Erde ab und werden einfach von oben nachgefüllt.
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Bewässerung ohne Wasseranschluss

Ein fehlender Wasserhahn schließt eine automatische Bewässerung nicht aus. Das System muss aber zur verfügbaren Wassersäule, zur Leitungslänge und zum Druckbedarf der Tropfer passen.

Kapillarsystem für wenige Töpfe

Bei einem Kapillarsystem gelangt Wasser über Tonkegel, Dochte oder Matten langsam aus einem Vorratsgefäß in das Substrat. Das eignet sich vor allem für einzelne Töpfe und kurze Abwesenheiten.

Schwerkraftsystem mit Tank

Ein höher aufgestellter Tank erzeugt einen geringen Wasserdruck. Daran lassen sich speziell dafür geeignete Niederdruck-Tropfer anschließen.

  • Tank stabil und kippsicher aufstellen.
  • Behälter abdecken und möglichst schattig platzieren.
  • Nur für niedrigen Druck geeignete Tropfer verwenden.
  • Einen erreichbaren Filter einbauen.
  • Tankinhalt für alle angeschlossenen Pflanzen berechnen.
  • Das vollständige System mindestens eine Woche testen.

🛒 Automatische Balkonbewässerung ohne Wasserhahn

Ein Niederdruck-Set verbindet einen erhöhten Vorratsbehälter mit mehreren Pflanzgefäßen und eignet sich besonders für Balkon und Terrasse.

Schwerkraft-Tropfbewässerungsset mit Tankanschluss
Praktisch für mehrere Töpfe, wenn kein fester Wasseranschluss vorhanden ist.
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Regentonne mit Pumpe

Für längere Leitungen, viele Tropfer oder einen Rasenregner kann eine geeignete Pumpe notwendig sein. Förderhöhe, Wassermenge und erforderlicher Systemdruck müssen zusammenpassen.

Wie du Regenwasser sammelst, lagerst und sinnvoll zum Gießen einsetzt, erfährst du im Beitrag Regenwasser sammeln und nutzen.

Was sagt das Budget wirklich aus?

Kleines Budget

Gießkanne, Tonkegel, Kapillarsystem, kleine Olla oder ein kurzer Perlschlauch können für überschaubare Flächen völlig ausreichen.

Mittleres Budget

Möglich werden Schwerkraft-Tropfsets, einfache Tropfbewässerungen, mechanische Zeitschaltuhren, Filter und Wasserverteiler.

Größeres Budget

Mehrere Bewässerungszonen, elektrische Steuerungen, Pumpen und fest verlegte Leitungen lassen sich genauer auf unterschiedliche Bereiche abstimmen.

Komfortlösung

Wetter- oder Bodenfeuchtesensoren können bei größeren Anlagen verhindern, dass unnötig bewässert wird.

Teurer bedeutet nur dann besser, wenn die Anlage zur Fläche passt, korrekt eingestellt ist und regelmäßig kontrolliert wird.

Tropfleitung, Einzeltropfer oder Perlschlauch?

Tropfleitung

Eine Tropfleitung besitzt fest eingebaute Auslässe in gleichmäßigen Abständen. Sie eignet sich besonders für Gemüsebeete, Hochbeete und gerade Pflanzreihen.

Einzeltropfer

Einzeltropfer werden über dünne Verteilerleitungen zu einzelnen Pflanzen geführt. Ihre Stärke liegt in der gezielten Versorgung unterschiedlich großer Töpfe und Kübel.

Perlschlauch

Ein Perlschlauch gibt Wasser über einen größeren Teil seiner Oberfläche ab. Er passt gut zu Hecken, dicht bepflanzten Staudenflächen und längeren Beetstreifen.

Bei langen Strecken, starkem Gefälle oder schwankendem Wasserdruck kann die Verteilung ungleichmäßig werden. Kontrolliere deshalb Anfang, Mitte und Ende der Leitung.

🛒 Tropfbewässerung für Hochbeet und Gemüse

Ein erweiterbares Startset ist sinnvoll, wenn mehrere Reihen oder Pflanzgruppen langsam und bodennah bewässert werden sollen.

Tropfbewässerungs-Starterset mit Filter und Druckminderer
Geeignet für Hochbeete, Gemüsebeete und Kübelgruppen mit vorhandenem Wasseranschluss.
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Tropfbewässerung in einem Hochbeet mit Tomaten, Salat, Zucchini und Kräutern
Im Hochbeet bringt eine Tropfleitung das Wasser langsam in den Wurzelbereich. Filter und Druckminderer helfen dabei, die Anlage gleichmäßig zu betreiben.

Smarte Bewässerung lohnt sich nicht für jeden Garten

Eine smarte Steuerung kann mehrere Bereiche getrennt versorgen und Wetter- oder Bodenfeuchtedaten berücksichtigen. Das ist besonders hilfreich, wenn Rasen, Gemüsebeet, Staudenfläche und Gewächshaus unterschiedliche Laufzeiten benötigen.

Für vier Balkonkästen ist eine komplexe App-Steuerung meist nicht nötig. Ein gut getestetes Schwerkraftsystem kann dort übersichtlicher und zuverlässiger sein.

Auch im Gewächshaus sollte die Bewässerung mit Lüftung und Schattierung zusammenspielen. Bei hohen Innentemperaturen hilft dir der Beitrag Gewächshaus zu heiß dabei, Wasserbedarf und Hitzeschutz besser einzuordnen.

Auch eine smarte Anlage braucht regelmäßige Kontrollen. Ein geknickter Schlauch, ein leerer Tank oder ein verstopfter Filter wird nicht automatisch durch eine App behoben.

🛒 Automatik nur bei trockenem Boden

Bei größeren Anlagen kann eine Steuerung mit Feuchtigkeitssensor verhindern, dass nach Regen oder bei noch feuchter Erde unnötig gewässert wird.

Bewässerungscomputer mit Bodenfeuchtesensor
Geeignet für automatisch gesteuerte Leitungen und mehrere wiederkehrende Bewässerungszeiten.
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So testest du das neue Bewässerungssystem

Baue eine Urlaubs- oder Automatikbewässerung nicht erst am Abreisetag auf. Plane mindestens sieben Tage ein, damit du mehrere vollständige Durchläufe beobachten kannst.

1

Anlage vollständig prüfen

Kontrolliere Verbindungen, Filter, Druckminderer, Tropfer, Schlauchenden, Wasserstand und eingestellte Laufzeit.

2

Feuchtigkeit nach dem ersten Lauf kontrollieren

Prüfe direkt unter dem Auslass, einige Zentimeter daneben und tiefer im Wurzelbereich. Bei längeren Leitungen kontrollierst du zusätzlich Anfang und Ende.

3

Drei bis sieben Tage beobachten

Achte auf dauerhaft nasse Erde, trockene Randbereiche, ungleichmäßige Tropfer, leere Vorratsbehälter und Wasserverluste an den Verbindungen.

4

Laufzeit vorsichtig anpassen

Verändere immer nur einen Punkt. Wenn du Druck, Tropferzahl und Laufzeit gleichzeitig änderst, lässt sich die Wirkung später kaum noch beurteilen.

Infografik zur Auswahl eines Bewässerungssystems nach Gartenart, Pflanzen, Anschluss und Budget
Der Entscheidungsweg führt von der Gartenart über Pflanzentyp, Wasserquelle und Budget zum passenden System. Vor dem dauerhaften Einsatz sollte jede Anlage mindestens sieben Tage getestet werden.

Das Bewässerungssystem allein löst keinen trockenen Gartenboden

Wenn Wasser auf einer harten Oberfläche stehen bleibt, seitlich abläuft oder durch breite Risse verschwindet, bringt auch eine automatische Anlage nicht automatisch gleichmäßige Feuchtigkeit.

Bodenstruktur, Humus und Mulch entscheiden mit darüber, wie gut Wasser gespeichert wird. Im Beitrag Garten trotz Gießen trocken findest du die häufigsten Ursachen für schnell wieder austrocknende Flächen.

Während einer Hitzewelle verändern sich Wasserbedarf und Verdunstung zusätzlich. Der Ratgeber Pflanzenpflege bei Sommerhitze zeigt, wie du tiefer bewässerst und unnötige Minigaben vermeidest.

Auch der Zeitpunkt bleibt wichtig. Warum der frühe Morgen häufig die günstigste Wahl ist, erfährst du unter Morgens oder abends gießen.

Häufige Fehler bei automatischer Bewässerung

Alle Pflanzen erhalten dieselbe Wassermenge

Mediterrane Kräuter, Tomaten, Hortensien und Rasen besitzen deutlich unterschiedliche Ansprüche. Trenne Pflanzengruppen, deren Wasserbedarf stark voneinander abweicht.

Die Laufzeit wird nur geschätzt

Zehn Minuten können bei einem System ausreichen und bei einem anderen fast wirkungslos sein. Entscheidend ist die tatsächlich abgegebene Wassermenge.

Die Anlage gießt täglich nur ein wenig

Sehr kurze tägliche Wassergaben befeuchten häufig nur die obere Bodenschicht. Im Beet ist eine langsamere und tiefere Bewässerung meist sinnvoller.

Der Vorratsbehälter ist zu klein

Berücksichtige nicht nur die Zahl der Urlaubstage. Heiße, windige Tage und viele gleichzeitig laufende Tropfer erhöhen den Verbrauch deutlich.

Filter und Schlauchenden werden nicht kontrolliert

Kleine Partikel, Algen oder Kalk können Auslässe verengen. Filter und Leitungsenden sollten erreichbar bleiben und regelmäßig gespült werden.

Regen wird nicht berücksichtigt

Eine einfache Zeitschaltuhr bewässert auch dann, wenn der Boden noch feucht ist. Bei größeren Anlagen können Regen- oder Bodenfeuchtesensoren sinnvoll sein.

Das System wird erst am Abreisetag aufgebaut

Eine ungetestete Urlaubsbewässerung ist riskant. Beobachte mehrere vollständige Bewässerungszyklen, bevor sich niemand mehr täglich um die Pflanzen kümmern kann.

Häufige Fragen zum Bewässerungssystem-Finder

Welches Bewässerungssystem funktioniert ohne Wasseranschluss?

Für einzelne Töpfe eignen sich Kapillarkegel, Tonkegel oder kleine Ollas. Mehrere Balkonpflanzen lassen sich mit einem erhöhten Tank und einem Schwerkraft-Tropfsystem versorgen. Für größere Anlagen kann eine Regentonnenpumpe notwendig sein.

Ist ein Perlschlauch oder eine Tropfleitung besser?

Eine Tropfleitung gibt Wasser an festgelegten Punkten ab und eignet sich gut für Pflanzreihen. Ein Perlschlauch befeuchtet einen längeren Bodenstreifen und passt zu Hecken oder dicht bepflanzten Beeten. Die Wahl hängt von Pflanzabstand, Druck, Gefälle und Boden ab.

Welches System eignet sich für ein Hochbeet?

Für ein gleichmäßig bepflanztes Hochbeet sind Tropfleitung oder Perlschlauch gut geeignet. Bei kleineren Hochbeeten können ein bis zwei Ollas ausreichen. Wichtig ist, dass auch die Randbereiche Feuchtigkeit erhalten.

Kann eine Regentonne eine Tropfbewässerung versorgen?

Ja, wenn Tropfer und Leitungen ausdrücklich für niedrigen Druck geeignet sind und der Tank ausreichend hoch steht. Für druckabhängige Systeme oder längere Strecken wird häufig eine Pumpe benötigt.

Wie lange sollte eine automatische Bewässerung laufen?

Dafür gibt es keine einheitliche Minutenangabe. Tropferleistung, Boden, Wetter, Wurzeltiefe und Pflanzengröße verändern die benötigte Laufzeit. Prüfe nach einem vollständigen Lauf, wie tief und breit die Erde tatsächlich feucht geworden ist.

Brauche ich einen Bodenfeuchtesensor?

Für kleine Anlagen ist er nicht zwingend notwendig. Bei größeren automatischen Systemen kann er verhindern, dass trotz ausreichend feuchter Erde weiter bewässert wird. Er ersetzt aber nicht die regelmäßige Kontrolle von Tropfern, Filtern und Leitungen.

Passend statt überdimensioniert

Das beste Bewässerungssystem ist passend, nicht möglichst groß

Für einen kleinen Balkon kann ein Tank mit wenigen Tropfern die vernünftigste Lösung sein. Im Hochbeet bringt eine einfache Tropfleitung oft mehr als eine aufwendige Steuerung. Ein größerer Garten profitiert dagegen von getrennten Zonen, damit Rasen, Gemüse, Stauden und Kübel nicht nach demselben Zeitplan bewässert werden.

Beginne mit der Fläche, die im Sommer am schnellsten austrocknet. Teste das System, prüfe den Boden und erweitere es erst dann. So entsteht Schritt für Schritt eine Bewässerung, die Wasser spart, Pflanzen zuverlässig versorgt und im Alltag überschaubar bleibt.

Kostenloser Gartenhelfer

Wie viel Wasser braucht mein Garten?

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Nur die tatsächlich zu bewässernde Fläche eintragen.
1 mm Regen entspricht ungefähr 1 Liter pro m².
Bild von Lilly🌿
Lilly🌿

Lilly schreibt über Garten, Balkon und Pflanzenpflege – einfach, persönlich und verständlich.

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