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Wasserbedarf von Pflanzen: Der große Index für Garten, Balkon und Kübel

Wie viel Wasser braucht welche Pflanze? Dieser Pflanzenindex ordnet beliebte Balkonblumen, Kräuter, Gemüse, Beeren, Stauden und Kübelpflanzen nach ihrem typischen Wasserbedarf ein – und zeigt dir, wann du die Einstufung an Standort, Wetter und Topfgröße anpassen solltest.

Schnell zur passenden Pflanzengruppe

Wasserbedarf richtig einordnen: Die vier Stufen

Eine feste Literzahl pro Pflanze wäre verlockend, führt im Alltag aber schnell in die falsche Richtung. Der tatsächliche Bedarf hängt von Pflanzenart, Entwicklungsphase, Wetter, Boden beziehungsweise Substrat und Standort ab. In Töpfen kommt zusätzlich das begrenzte Erdvolumen hinzu. Genau deshalb arbeitet dieser Index mit relativen Bedarfsstufen statt mit einem starren Gießplan.

Gering

Die Pflanze kommt nach dem Anwachsen mit trockeneren Phasen gut zurecht. Zwischen den Wassergaben darf die Erde deutlicher antrocknen.

Mittel

Die Pflanze mag eine mäßige, möglichst ausgeglichene Versorgung. Kurzes Antrocknen ist meist unproblematischer als dauerhaft nasse Erde.

Hoch

Die Erde sollte während der Hauptwachstumszeit eher gleichmäßig frisch bleiben. In Topf, Sonne und Wind lohnt sich häufiges Kontrollieren.

Sehr hoch

Längere Trockenphasen führen besonders während Wachstum, Blüte oder Fruchtbildung schnell zu Stress. Gefäße können an heißen Tagen tägliche Kontrolle brauchen.

Wichtig: Die Stufe beschreibt den typischen Bedarf, nicht die Wassermenge pro Gießvorgang. Gieße so, dass der durchwurzelte Bereich erreicht wird, und prüfe vor der nächsten Wassergabe erneut.

Warum dieselbe Pflanze nicht immer gleich viel Wasser braucht

Der Wasserbedarf ist keine feste Eigenschaft, die sich für jede Situation in Litern ausdrücken lässt. Eine Tomate im großen Beet verhält sich anders als dieselbe Sorte im 12-Liter-Topf auf einem windigen Südbalkon. Auch Neupflanzungen brauchen in der Anwachsphase mehr Aufmerksamkeit als gut eingewurzelte Pflanzen.

  • Kleine Gefäße: wenig Substrat bedeutet wenig Wasservorrat und schnellere Schwankungen.
  • Sonne und Wind: erhöhen die Verdunstung und damit den Kontrollbedarf.
  • Wachstum, Blüte und Fruchtbildung: können den Bedarf gegenüber Ruhephasen deutlich erhöhen.
  • Boden und Substrat: bestimmen, wie lange Wasser gespeichert und für Wurzeln verfügbar bleibt.
  • Neupflanzungen: müssen erst ein ausreichend großes Wurzelsystem aufbauen und brauchen in dieser Zeit verlässlichere Wassergaben.

Wenn du die Grundlagen zu Bodenfeuchte, Wasserabzug und typischen Gießfehlern vertiefen möchtest, hilft dir der Ratgeber Pflanzen richtig gießen: Erde, Standort und Pflegefehler vermeiden weiter.

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🛒 Erst prüfen, dann gießen

Wenn die Oberfläche trocken aussieht, kann die Erde im Wurzelbereich trotzdem noch feucht sein. Ein einfacher Messstab kann beim Einordnen helfen.

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Praktisch als zusätzliche Orientierung bei Kübeln, Hochbeeten und unterschiedlich durstigen Pflanzengruppen.
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Gemischte Garten- und Kübelpflanzen mit unterschiedlich feuchten Pflanzbereichen
Tomaten, Gurken, Blühpflanzen und mediterrane Kräuter stehen nah beieinander, brauchen aber nicht dieselbe Wasserversorgung. Gießkanne und bodennahe Tropfbewässerung helfen dabei, die Bereiche gezielt zu versorgen.

Balkonblumen & Kübelpflanzen

Im Gefäß zählt nicht nur die Pflanzenart. Wenig Substrat, Wind und aufgeheizte Töpfe können den Bedarf deutlich erhöhen. Prüfe deshalb an heißen Tagen wesentlich häufiger als im Beet.

Wasserbedarf: Balkonblumen & Kübelpflanzen
PflanzeWasserbedarfPraktische Einordnung
Pelargonie (Geranie)MittelObere Erdschicht darf leicht antrocknen; im sonnigen Kasten öfter prüfen.
PetunieHochWährend der Blüte möglichst gleichmäßig versorgen; kleine Kästen trocknen schnell aus.
Zauberglöckchen (Calibrachoa)HochGleichmäßige Feuchte hilft bei starkem Blütenansatz; Staunässe vermeiden.
FuchsieHochMag frische Erde und reagiert im Topf empfindlich auf längeres Austrocknen.
BegonieMittelLeicht gleichmäßig feucht halten, aber nicht dauerhaft nass.
LobelieHochFeiner Wurzelballen trocknet in Balkonkästen schnell aus.
VerbeneMittelKurzzeitiges Antrocknen wird eher vertragen als dauerhafte Nässe.
WandelröschenMittelIm Sommer regelmäßig gießen, zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen.
Dipladenia / MandevillaMittelMäßig, aber regelmäßig gießen; überschüssiges Wasser muss ablaufen.
Hortensie im KübelSehr hochWurzelballen möglichst nicht austrocknen lassen; an heißen Tagen eng kontrollieren.
Oleander im KübelHochIn voller Sonne und während der Blüte hoher Bedarf; große Gefäße puffern besser.
Olivenbaum im KübelGeringZwischen den Wassergaben antrocknen lassen; dauerhaft nasse Erde vermeiden.
Zitruspflanze im KübelMittelGleichmäßig, aber nicht dauerhaft nass halten; Bedarf steigt bei Sonne und Fruchtbehang.
BougainvilleaMittelWährend Wachstum und Blüte regelmäßig gießen, dazwischen leicht antrocknen lassen.
Schmucklilie (Agapanthus)MittelIn der Wachstumszeit gleichmäßig versorgen, im Winter deutlich zurückhaltender.

Wenn du bei Kübeln tiefer in Topfgröße, Erde, Wasserabzug und Hitzestress einsteigen möchtest, findest du im Ratgeber Balkonpflanzen und Kübelpflanzen richtig pflegen die wichtigsten Grundlagen.

Für längere Abwesenheiten zeigt dir Balkonpflanzen im Urlaub bewässern, welche Systeme zu wenigen Töpfen, Balkonkästen oder größeren Kübelgruppen passen.

Kräuter

Kräuter lassen sich gut nach „Durst“ gruppieren. Mediterrane Arten stehen eher trockener, während Basilikum, Petersilie oder Minze eine gleichmäßigere Feuchte bevorzugen.

Wasserbedarf: Kräuter
PflanzeWasserbedarfPraktische Einordnung
BasilikumHochGleichmäßig feucht halten; kleine Töpfe bei Wärme häufig prüfen.
PetersilieHochBevorzugt frische, gleichmäßig feuchte Erde ohne Staunässe.
SchnittlauchMittelNicht völlig austrocknen lassen; im Topf gleichmäßiger versorgen.
MinzeHochMag frische bis feuchte Erde und trocknet im Topf schnell aus.
ZitronenmelisseMittelRegelmäßig gießen; kurze Trockenphasen werden besser vertragen als bei Minze.
KorianderMittelWährend Keimung und Blattwachstum gleichmäßig feucht halten.
DillMittelBei jungem Bestand und warmem Wetter auf gleichmäßige Feuchte achten.
RosmarinGeringDurchlässiges Substrat und deutliche Abtrocknung zwischen den Wassergaben.
ThymianGeringTrockenheitsverträglich; dauerhaft feuchte Erde vermeiden.
OreganoGeringKommt mit trockeneren Phasen gut zurecht; Staunässe vermeiden.
SalbeiGeringNach dem Anwachsen eher trockenheitsverträglich, besonders im Beet.
LavendelGeringDurchlässiger Boden ist wichtiger als häufiges Gießen; eingewachsen sparsam wässern.

Gerade bei Kräutern lohnt sich eine getrennte Bewässerung nach Pflanzengruppe. Im Beitrag Kräuter auf dem Balkon richtig gießen findest du die Unterschiede zwischen mediterranen Arten und durstigeren Kräutern ausführlicher erklärt.

Gemüse

Gemüse reagiert während starkem Wachstum, Blüte und Fruchtbildung besonders empfindlich auf Trockenphasen. Die Tabelle ist deshalb auf die Hauptkulturzeit ausgerichtet.

Wasserbedarf: Gemüse
PflanzeWasserbedarfPraktische Einordnung
TomateHochWährend Wachstum und Fruchtbildung möglichst gleichmäßig versorgen; starke Schwankungen vermeiden.
GurkeSehr hochGroße Blattmasse und Fruchtbildung machen regelmäßige Wassergaben besonders wichtig.
ZucchiniSehr hochBei Wärme und Fruchtbildung hoher Bedarf; bodennah und durchdringend gießen.
KürbisSehr hochGroße Blattfläche und kräftiges Wachstum erfordern in Trockenphasen viel Wasser.
PaprikaHochGleichmäßige Bodenfeuchte während Blüte und Fruchtbildung anstreben.
AubergineHochWärmeliebend, aber im Kübel und bei Fruchtbildung regelmäßig wässern.
Kopfsalat / PflücksalatHochFlacher Wurzelraum; längere Trockenphasen vermeiden.
RadieschenMittelGleichmäßig feucht halten, damit die Entwicklung nicht stockt.
MöhreMittelNach der Keimung tiefer, aber weniger häufig gießen; Boden nicht völlig austrocknen lassen.
ZwiebelGeringNach dem Anwachsen eher mäßiger Bedarf; vor der Ernte trockener halten.
KnoblauchGeringMäßig gießen; dauerhaft nasse Böden sind ungünstig.
BuschbohneHochWährend Blüte und Hülsenbildung auf ausreichende Feuchte achten.
ErbseMittelWährend Blüte und Hülsenbildung steigt der Bedarf, sonst eher moderat.
KohlartenHochGleichmäßige Wasserversorgung unterstützt kräftiges Blatt- und Kopfwachstum.
KohlrabiHochGleichmäßige Feuchte ist besonders während der Knollenbildung wichtig.
MangoldHochGroße Blätter und laufende Ernte erhöhen den Wasserbedarf.
Rote BeteMittelRegelmäßig, aber nicht dauerhaft nass halten.
KartoffelMittelIn Knollenansatz und Knollenwachstum steigt der Bedarf deutlich.
KnollensellerieSehr hochLange Kulturzeit und kräftige Blattmasse verlangen eine gleichmäßige Wasserversorgung.

Wenn du Gemüse im Hochbeet anbaust, hilft dir der Vergleich Bewässerungssysteme für Hochbeete dabei, Tropfleitung, Einzeltropfer und andere Lösungen sinnvoll einzuordnen.

🛒 Wasser langsam an die Wurzeln bringen

Bei längeren Gemüsebeeten und Pflanzreihen kann eine bodennahe Bewässerung gleichmäßiger sein als häufiges Sprengen von oben.

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Gibt Wasser langsam am Boden ab und passt besonders zu Gemüsebeeten, Hochbeeten und längeren Pflanzreihen.
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Beeren & Obst

Bei Obst und Beeren entscheidet das Alter stark mit: Neupflanzungen brauchen deutlich mehr Aufmerksamkeit als gut eingewurzelte Gehölze. Bei Fruchtbildung steigt der Bedarf erneut.

Wasserbedarf: Beeren & Obst
PflanzeWasserbedarfPraktische Einordnung
ErdbeereHochBesonders von Blüte bis Ernte gleichmäßig feucht halten.
HimbeereHochFlach wurzelnd; bei Trockenheit während Blüte und Fruchtbildung eng kontrollieren.
BrombeereMittelNach dem Anwachsen robuster, während Fruchtbildung bei Trockenheit zusätzlich wässern.
JohannisbeereMittelFrische, humose Erde ist günstig; während Fruchtentwicklung Trockenstress vermeiden.
StachelbeereMittelMäßig bis gleichmäßig feucht; längere Trockenheit während Fruchtbildung vermeiden.
Heidelbeere im KübelHochSubstrat gleichmäßig feucht halten; der kleine Wurzelraum trocknet schnell aus.
WeinrebeGeringEingewachsen relativ trockenheitsverträglich; junge Pflanzen und Kübelreben häufiger prüfen.
FeigeGeringIm Beet nach dem Anwachsen mäßiger Bedarf; im Kübel bei Hitze deutlich häufiger prüfen.
Obstbaum, frisch gepflanztHochIn der Anwachsphase regelmäßig und durchdringend wässern.
Obstbaum, eingewachsenMittelBei längerer Trockenheit und Fruchtbehang zusätzlich wässern; sonst deutlich robuster.

Stauden & Gehölze

Bei Stauden ist der Standort entscheidend. Trockenheitsverträgliche Sonnenstauden kommen nach dem Anwachsen mit wenig Zusatzwasser aus, typische Schattenstauden bevorzugen meist frischere Böden.

Wasserbedarf: Stauden & Gehölze
PflanzeWasserbedarfPraktische Einordnung
Purpur-Sonnenhut (Echinacea)GeringNach dem Anwachsen eher trockenheitsverträglich; durchlässiger Boden ist günstig.
Fetthenne (Sedum)GeringSpeichert Wasser in fleischigen Blättern; nasse Standorte vermeiden.
SchafgarbeGeringEingewachsen trockenheitsverträglich und für sonnige Standorte geeignet.
KatzenminzeGeringKommt nach dem Anwachsen mit trockeneren Böden gut zurecht.
Steppen-SalbeiGeringBevorzugt sonnige, eher durchlässige Standorte und braucht nach dem Anwachsen wenig Zusatzwasser.
PhloxHochBevorzugt frische Erde; längere Sommertrockenheit kann zu Stress führen.
Funkie (Hosta)HochGroße Blätter und schattige, frische Standorte sprechen für gleichmäßige Bodenfeuchte.
AstilbeHochBevorzugt frische bis feuchte Böden und reagiert auf Austrocknen.
Purpurglöckchen (Heuchera)MittelGleichmäßig frisch halten, ohne den Wurzelbereich zu vernässen.
RhododendronMittelFlach wurzelnd; gleichmäßige Bodenfeuchte und geeigneter Boden sind wichtig.
RoseMittelNach dem Anwachsen durchdringend statt ständig oberflächlich gießen.
ClematisMittelWurzelbereich eher frisch halten; Kübel und sonnige Standorte häufiger kontrollieren.
BuchsbaumMittelEingewachsen mäßiger Bedarf; bei Trockenheit und im Kübel zusätzlich wässern.
Ziergräser, trockenheitsverträgliche ArtenGeringNach dem Anwachsen oft genügsam; Art und Standort entscheiden.
Gartenfarne, typische SchattenartenHochViele Arten bevorzugen humose, frische bis feuchte Böden.

So passt du den Index an deinen Standort an

Nutze die Einstufung als Startpunkt und verschiebe deine praktische Kontrolle nach oben oder unten. Das bedeutet nicht automatisch, jedes Mal mehr Wasser zu geben. Meist ändert sich zuerst die Frage, wie häufig du prüfen musst.

Wann du häufiger oder seltener kontrollieren solltest
SituationTendenzWas du daraus machst
Kleiner Topf oder BalkonkastenBedarf wirkt höherFeuchte häufiger prüfen; bei Hitze Reserven einplanen.
Volle Sonne und WindBedarf steigtKontrollabstände verkürzen, besonders bei großen Blattflächen.
Großer KübelSchwankungen geringerMehr Substrat puffert Trockenphasen besser, trotzdem nicht nach Kalender gießen.
Frisch gepflanztBedarf vorübergehend höherWurzelbereich zuverlässig feucht halten, bis die Pflanze gut eingewachsen ist.
Blüte und FruchtbildungBedarf oft höherVor allem Gemüse und Beeren gleichmäßiger versorgen.
Kühles, windstilles WetterBedarf sinktVor dem Gießen genauer prüfen und Intervalle verlängern.
Mulch im BeetVerdunstung sinktBoden trocknet langsamer aus; unter der Mulchschicht prüfen.
Infografik mit vier Wasserbedarfsklassen und Faktoren für Garten-, Balkon- und Kübelpflanzen
Die Infografik zeigt die vier Wasserbedarfsklassen, typische Pflanzenbeispiele und die wichtigsten Faktoren, die den tatsächlichen Gießrhythmus verändern.

Vor dem Gießen: Drei kurze Prüfungen sind wichtiger als der Kalender

1

Erde unter der Oberfläche prüfen

Die Oberfläche kann trocken aussehen, obwohl darunter noch ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Prüfe deshalb den tatsächlich durchwurzelten Bereich, soweit das ohne Beschädigung möglich ist.

2

Wetter und Standort mitdenken

Sonne, Wind und Hitze können den Bedarf stark erhöhen. Nach kühlen oder regnerischen Tagen ist dagegen oft deutlich weniger Zusatzwasser nötig.

3

Durchdringend statt ständig oberflächlich

Im Beet ist es meist sinnvoller, seltener und dafür so zu gießen, dass das Wasser in den Wurzelraum gelangt. Im Topf gilt zusätzlich: Überschüssiges Wasser muss ablaufen können.

Nicht automatisch nachgießen: Schlappe Blätter bedeuten nicht immer Wassermangel. Ist die Erde noch feucht, können Hitze, Wurzelstress oder Staunässe dahinterstecken. Mehr Wasser wäre dann die falsche Reaktion.

Wenn du zusätzlich wissen möchtest, wann der beste Zeitpunkt für die Wassergabe ist, hilft dir der Beitrag Morgens oder abends gießen? bei der Entscheidung nach Pflanze, Wetter und Standort.

🛒 Gezielt und bodennah gießen

Bei einzelnen Kübeln, Jungpflanzen und kleinen Beeten lässt sich Wasser mit einer feinen Brause oder langen Tülle kontrolliert ausbringen.

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Hilft dabei, Wasser langsam und gezielt auszubringen, ohne lockere Erde unnötig wegzuspülen.
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Wasser sparen, ohne Pflanzen trocken zu halten

Bedarfsgerechtes Gießen bedeutet nicht, Pflanzen möglichst knapp zu halten. Ziel ist, Wasser dort einzusetzen, wo die Wurzeln es brauchen, und unnötige Verluste zu reduzieren. Regenwasser ist für die Gartenbewässerung eine sinnvolle Ressource. Im Beet helfen zudem Mulch und eine gute Bodenstruktur, Feuchtigkeit länger zu halten.

Wenn du Regenwasser nutzen möchtest, erklärt der Ratgeber Regenwasser sammeln und im Garten nutzen, wie Speicher, Dachfläche, Überlauf und sichere Entnahme zusammenpassen.

  • Möglichst am Morgen gießen, wenn Boden und Luft noch kühler sind.
  • Wasser bevorzugt direkt an den Wurzelbereich geben statt großflächig über die Blätter.
  • Regenwasser sammeln, sofern Dachmaterial und Sammelsystem dafür geeignet sind.
  • Beete mulchen und offene Bodenflächen möglichst reduzieren.
  • Bei vielen Töpfen oder Hochbeeten kann eine passend geplante Tropfbewässerung die Versorgung gleichmäßiger machen.

Wenn du aus den Wasserbedarfsklassen anschließend passende Bewässerungszonen ableiten möchtest, kannst du mit dem Bewässerungssystem-Finder die Auswahl nach Fläche, Pflanzentyp und Wasserquelle eingrenzen.

🛒 Regenwasser für trockene Tage sammeln

Für einen kleinen oder mittleren Garten ist eine geschlossene Regentonne mit Hahn eine einfache Möglichkeit, Gießwasser für Beete und Kübel bereitzuhalten.

Regentonne mit Deckel und Auslaufhahn
Sammelt Regenwasser geschützt und erleichtert das Befüllen von Gießkanne oder Eimer.
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Gärtnerische Bewässerung mit Gießkanne, Tropfschlauch und Regentonne zwischen verschiedenen Pflanzengruppen
Vor dem Gießen lohnt der Griff in die Erde: Topfgröße, Standort und Bodenfeuchte entscheiden mit. Regentonne und bodennahe Bewässerung können die Versorgung im Garten erleichtern.

Häufige Fragen zum Wasserbedarf von Pflanzen

Wie viel Wasser braucht eine Pflanze pro Tag?

Eine pauschale Tagesmenge ist für Garten- und Kübelpflanzen nicht zuverlässig. Pflanzenart, Topfgröße, Wetter, Boden, Standort und Entwicklungsphase verändern den Bedarf. Nutze die Bedarfsstufe als Orientierung und prüfe die Bodenfeuchte.

Welche Pflanzen brauchen besonders viel Wasser?

Zu den durstigeren Gruppen gehören viele Gemüsearten während Wachstum und Fruchtbildung, stark blühende Balkonpflanzen sowie feuchtigkeitsliebende Stauden. Gurken, Zucchini, Kürbis, Hortensien, Minze und viele Salate liegen im Index deshalb im hohen oder sehr hohen Bereich.

Welche Pflanzen brauchen wenig Wasser?

Viele mediterrane Kräuter und trockenheitsverträgliche Stauden kommen nach dem Anwachsen mit deutlich weniger Zusatzwasser aus. Dazu gehören beispielsweise Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei, Lavendel, Fetthenne und Schafgarbe.

Muss ich Kübelpflanzen häufiger gießen als dieselbe Pflanze im Beet?

Oft ja. Ein Gefäß hat nur einen begrenzten Wasservorrat und kann sich durch Sonne und Wind stark erwärmen. Je kleiner der Topf, desto schneller können Feuchtigkeit und Temperatur schwanken.

Ist ein Bodenfeuchtemesser für den Index nötig?

Nein. Ein Feuchtemesser kann eine zusätzliche Orientierung sein, ersetzt aber nicht den Blick auf Pflanze, Topf, Substrat und Wetter. Für viele Situationen reicht eine sorgfältige Kontrolle der Erde.

Merksatz

Der beste Pflanzenindex ersetzt nicht den Blick in die Erde

Nutze „gering“, „mittel“, „hoch“ und „sehr hoch“ als schnelle Orientierung. Danach entscheiden Topfgröße, Wetter, Standort, Entwicklungsphase und die tatsächliche Bodenfeuchte. So gießt du nicht nach Gewohnheit, sondern passend zur Pflanze – und vermeidest sowohl Trockenstress als auch unnötige Dauernässe.

Interaktive Gießhilfe

Wasserbedarf-Check: So gießt du deine Pflanzen bedarfsgerecht

Ordne zuerst den typischen Wasserbedarf deiner Pflanze ein. Passe ihn anschließend an Topfgröße, Wetter und Wachstumsphase an und prüfe vor dem Gießen die wichtigsten Punkte.

Garten Balkon Kübel Hochbeet
1

Wasserbedarf einordnen

Wähle die passende Bedarfsstufe aus dem Pflanzenindex und berücksichtige anschließend die aktuelle Situation.

Dein aktueller Kontrollbedarf Wasserbedarf auswählen

Wähle zuerst die Wasserbedarfsstufe deiner Pflanze aus.

Merke: Ein hoher Wasserbedarf bedeutet nicht automatisch, dass sofort gegossen werden muss. Prüfe zuerst, ob die Erde im Wurzelbereich tatsächlich trocken ist.
2

Vor dem Gießen prüfen

Hake die Punkte ab, die du bereits kontrolliert hast.

3

Richtig gießen

Wenn Wasser nötig ist, helfen diese Punkte bei einer möglichst bedarfsgerechten Versorgung.

4

Wasser sinnvoll nutzen

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die vorhandene Feuchtigkeit länger im Wurzelbereich halten.

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Beginne mit der Einordnung deiner Pflanze und arbeite die wichtigsten Kontrollen Schritt für Schritt durch.
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Lilly🌿

Lilly schreibt über Garten, Balkon und Pflanzenpflege – einfach, persönlich und verständlich.

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