Der Weidenbohrer

Der Weidenbohrer, schick geht anders

Beim Umgraben in unserem Garten sind wir auf dieses Exemplar gestoßen. Aber wer oder was ist das??
Dieser Wurm, oder auch bekannt als Weidenbohrer wird zu einem großen Nachtfalter, den man wirklich sehr selten zu Gesicht bekommt. Den Wurm (Raupe) allerdings sieht man häufiger vor allem in der Nähe von Weidenbäumen. So wie auch bei uns zu Hause. Da die Raupe sehr groß und wirklich nicht zu übersehen ist, sieht man sie häufig von August bis Mai. Sehr Richtig August bis Mai!!! Den Falter dagegen bekommt man zwischen Mai und August zusehen. 🙂

Aussehen und das kurze Leben des Weidenbohrers

Sowohl die Raupe als auch der Falter haben ganz spezielle Merkmale. Die Raupe kann eine Länge von 10 cm erreichen was also wirklich schon sehr groß ist.
Das Aussehen der Raupe empfinde ich persönlich nicht so „hübsch“, dick und furchterregend. Die Raupe hat einen roten Rücken, auf der weiße Haare zu sehen sind. Auf der Unterseite ist sie gelb, der Kopf bis hin zum Nacken ist Schwarz.
Die erwachsenen Falter können eine Flügelspannweite von 8 cm erreichen. Die Weibchen sind größer als Ihre Männchen. Der Körperbau von beiden ist eher etwas massig, also wirklich nicht zu übersehen. Die Flügel der Falter sind dunkelgrau bis Braun und erinnern an die Baumrinde.
Der Weidenbohrer lebt nur sehr kurz, durch seinen verkrümmten Saugrüssel kann er keine Nahrung aufnehmen und lebt daher max. nur 3 Monate.

Verpuppung:

Die Raupe braucht fast 4 Jahre, bis Ihre Entwicklung abgeschlossen ist, erst dann kann sie sich verpuppen.

Schädling?

Ich habe mich immer gewundert, warum es in unserem Garten so extrem nach Essig stinkt. Jetzt weiß ich auch warum.

Die Raupe ist da 🙁
Die rot gelben Raupen der Weidenbohrer gelten als Schädling und fressen sich durch das gesamte Holz. Bei uns zu Hause war es die Weide was sie eigentlich auch bevorzugt, aber sie macht auch vor Birken, Pappeln und Obstbäume nicht halt.
Das Weibchen legt bevorzugt in kranke oder abgestorbene Bäume Ihren Nachwuchs. Etwa bis zu 700 Eier kann das Weibchen ablegen.
Die Raupen leben und fressen in der Rinde und häuten sich mehrmals. Bei Ihrer Häutung dringen sie noch tiefer in die Rinde ein und hinterlassen Gänge die bis zu 2 cm breit sein können. Bei einer Raupe ist der Befall an einem Baum nicht wirklich dramatisch. Sollten es aber mehrerer Raupen sein die den Baum befallen, so kann es passieren das er stirbt.

Der Befall

Das Schadbild ist wie gesagt, an dem Essiggeruch unmittelbar in der Nähe von Bäumen zu erkennen. Viele sagen auch, dass es dort nach Ziegen riecht. Ist dies der Fall, lockt dieser Geruch noch weitere Weibchen zur Eiablage an. …und dann geht’s erst richtig los.


Man findet in verschieden Entwicklungsstadien Raupen und diese wandern auch mal zu benachbarten Bäumen. Diese kleine „hässliche“ Raupe legt nur um zu fressen, für eine Raupe sehr weite Strecken zurück. Wenn man an einem befallenen Baum die Äste schneidet, findet man in den Fraß Gängen oft auch Pilzinfektionen. Dies ist völlig normal und typisch für den Weidenbohrer. Denn um das Holz besser Verdauen zu können, lösen die Raupen diese Infektion aus.

Vorbeugung ? Gute Frage...

In einer Gegend in der, die Weidenbohrer häufig auftreten, müssen die Bäume von Juni bis Juli auf den Befall untersucht werden. Wichtig ist hierbei die Rinde des Baumes zu untersuchen. Sieht man Fresspuren, dann ist sie da, die Raupe !!!

Die Bekämpfung ist wirklich schwierig. Denn in den meisten Fällen kommt man an die Raupen in den weiten langen Gängen des Baumes nicht heran. Einzig alleine die ganz jungen Raupen auf der Rinde kann man leicht bekämpfen, hierbei helfen passende Insektizide.
Es ist schwierig, in den Gängen die Raupen zu bekämpfen. Es gibt eine Methode, die heiße ich persönlich nicht gut. Mit einem Draht durch die Fressgänge stechen, die Raupen werden aufgespießt und getötet. Allerdings bekommt man nicht alle Raupen zu fassen.

Ich drücke Euch aber die Daumen, dass Ihr vom Weidenbohrer verschont bleibt… 😉

Lilly
Lilly

3 Kommentare zu „Der Weidenbohrer“

  1. M. Heichertahl

    Hi Lilly interessanter Artikel. Habe letztes Jahr zwei Apfelbäume durch diese Biester verloren. In Deutschland sind leider keinerlei Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Weidenbohrers zugelassen. Da bleibt nur eine frühzeitige Erkennung eines eventuellen Befalles.

    LG aus Marburg

  2. Hallo Lilly
    Habe auch ein Weidenbohrer Problem und finde die Drahtmethode auch echt ekelhaft. Werde nun auch mal ein paar alternative Mittel ausprobieren und hoffe, dass ich somit das Weidenbohrer Problem in den Griff bekomme.

    Lieben Gruß
    Tina

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