Kleiner Ausflug ins Land der „Wurzel“

Kleiner Ausflug ins Land der "Wurzel"

Wenn man bedenkt, dass die Pflanzen im Allgemeinen und die Zimmerpflanzen im Besonderen, anders als alle übrigen Lebewesen, ihre ganze Leben standort- gebunden im engen Gefäßen am gleichen Platz verbringen müssen. 🙁
So ergibt sich daraus zwangsläufig, welche große Rolle dabei die Pflanzengefäße spielen.

Es kommt nicht nur auf das oberirdische Wachstum an, sondern vielmehr auf das was in der Erde steckt: auf die Wurzeln die in ihre Vielgestaltigkeit dem oberirdischen Aufwuchs nicht im Geringsten nachstehen.

Denn schon in der Schule haben wir gelernt, dass es bei Pflanzen zwei Hauptgruppen von Wurzelträgern gibt.

  1. die Pfahlwurzeln mit ihrem meist tiefgehenden Wurzelstamm mit kräftigen Seitenwurzeln
  2. die sogenannten Flachwurzler mit einem feinen, in geringer Bodentiefe nach allen Seiten hin sich ausbreitenden Wurzelsystem

Dass alle diese Wurzeln im engen Blumengefäß ganz andere Formen annehmen und hier als ein Gewirr starker Verzweigungen und dort als verfilzte Masse in Erscheinung treten können, weiß wohl jeden Pflanzenfreund unter uns.
Jeder von uns kennt auch das Streben vieler Wurzel, das besonders bei porösen , in feuchten Substrat eingebetteten Pflanzengefäßen vorkommt. Hier bildet sich oft eine mehrere Zentimeter starke netzartige Schicht, die sich an der Innenwand des Gefäßes anschmiegt, um dort zusätzlich Feuchtigkeit aufnehmen zu können.

Schließlich sollten noch einige Sonderformen genannt werden, die man nicht ohne weitere als Wurzeln im eigentlichen Sinne erkennt. Das gilt speziell für jene unterirdische Sprosse, die auch Wurzelstöcke oder Rhizome genannt werden.
Sie dienen weniger der Nahrungsaufnahme, sondern sind zumeist Nährstoffspeicher und können sich aber auch zu Knollen verdicken oder zu Zwiebeln umformen. Dabei sind die dicht übereinanderliegenden Zwiebelschuppen in Wahrheit verwandelte Laubblätter :-), während die am Grunde solcher interessanten Gebilde sitzenden Zwiebelscheiben ihrerseits wieder echte Wurzeln zu bilden vermögen.

ich hoffe der kleine Ausflug hat Euch gefallen… 😉

Lilly
Lilly

8 Kommentare zu „Kleiner Ausflug ins Land der „Wurzel““

  1. Hallo Lilly,

    Du hast vollkommen Recht, man achtet meist nur auf die äussern schönen Blütten.
    Die Wurzel und ihrer Wichtigkeit vergisst man meist.

    Toller Artikel Lilly

  2. Mal noch eine andere Seite anzusprechen, wie sieht es denn mit ungewünschten Wurzeln in Beeten oder in rillen der Terrasse aus. Wie bekommt man die denn gut weg?

    1. Wenn Wurzeln nicht erwünscht sind, so werden die Beete mit einer sogenannten Rhizomsperre unterirdisch umring. In den Raiffeisen-Warengenossenschaften gibt es diese Folien von der Rolle weg als laufende Meter abzuschneiden. Aus PE-Kunststoff und 2 mm dick garantieren sie, daß keine Wurzeln hindurch stoßen. 60 cm unter- und 10 cm der insgesamt 70 cm breiten Bahnen oberirdisch verlegen. Macht natürlich Arbeit, aber die lohnt sich.
      MfG Heinz

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